Alarmierende Zahlen der DGDH / ZahniFinder Umfrage zur Arbeitszufriedenheit

42,4 %  des zahnmedizinischen Fachpersonals ist unglücklich in der Praxis

Einen Großteil unserer Zeit verbringen wir „auf der Arbeit“, zusammen mit Chefs, Kollegen (m/w/d) und unseren Patienten. Wir könnten zufrieden sein, denn der Beruf als (zahn)medizinische Fachangestellte ist vielseitig, abwechslungsreich und versetzt uns in die Lage, Menschen zu helfen. Zu mehr Gesundheit, wieder zubeißen zu können, besser auszusehen, mehr Lebensqualität ! 

Doch was ist mit dem zahnmedizinischem Fachpersonal ?  Das Zwischenergebnis einer kombinierten Umfrage der DGDH und ZahniFinder zum Thema Arbeitszufriedenheit in deutschen Zahnarztpraxen mit insgesamt fast 400 Teilnehmern (m/w) zeigt beunruhigende Zahlen: 44,1 % der Teilnehmer/innen geben an, dass ihr jetziger Beruf nicht ihr Traumberuf sei und 42,4 % täglich nicht gern in die Praxis gingen, bzw. dort nicht zufrieden seien.  

Wollen wir der Sache genauer auf den Grund gehen, stoßen wir auf ein komplexes Geflecht aus vielen miteinander in Beziehung stehender Elemente: Zwar ist das Gehalt immer ein essentieller Bestandteil eines jeden Arbeitsverhältnisses, viel wichtiger scheinen aber Faktoren wie Wertschätzung, Anerkennung, Kollegialität, Vertrauen, Sinnhaftigkeit der Arbeit aber auch respektvolle Kommunikation, klare Vergabe von Aufgaben und Verantwortlichkeiten und viele Weitere zu sein.

Lassen sich einige dieser Elemente nicht mehr in der Praxis wiederfinden, reagieren Mitarbeiter/innen auf unterschiedlichste Weise. Einige nehmen sich die Dinge selber sehr zu Herzen und erleben körperliche Reaktionen wie Verspannungen, Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme. Andere reagieren emotionaler und Erleben Frustration, Stimmungsschwankungen, Gereiztheit und sind ab diesem Stadium auch nur selber schwer in der Lage auf ein positives und produktives Arbeitsklima hinzuarbeiten. Manche Mitarbeiter erleben starken Motivationsverlust, verlieren die Identifikation mit gemeinsamen Zielen und drohen Gefahr im Lauf der Zeit innerlich zu kündigen, zeigen Symptome von Depressionen bzw. leiden an vergleichbaren Erscheinungen eines Burn Out Syndroms.

Welche Änderungen jeder von uns vornehmen kann um wieder in der Lage zu sein, motiviert, mit Schwung, Elan und Freude zur Arbeit zu gehen, darum soll es in unserer ZahniFinder Kolumne in den folgenden Ausgaben gehen. 

Unter der eMail kolumne@ZahniFinder.de nehmen wir außerdem gerne Eure Fragen oder Anregungen für zukünftige Themen entgegen und versuchen diese zeitnah zu beantworten.

Euer ZahniFinder Team